25 Jahre Shopware – Der Shopware Community Day 2025

von | Aug. 7, 2025 | Shopware, Shopware 6 | 0 Kommentare

Der Shopware Community Day 2025 war nicht einfach nur ein Event – es war das E-Commerce-Highlight des Jahres, das die gesamte Branche in Atem hielt. Am 16. September 2025 strömten rund 1.500 Besucher aus aller Welt ins moderne Confex in Köln, um gemeinsam 25 Jahre Shopware zu feiern und einen exklusiven Blick in die Zukunft des digitalen Handels zu werfen. Wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst – aber keine Sorge: In diesem umfassenden Recap erfährst du alles Wichtige vom Shopware Community Day 2025. Von bahnbrechenden AI-Innovationen über revolutionäre B2B-Features bis hin zur Vision von Agentic Commerce – wir haben alle Ankündigungen, Produktneuheiten und strategischen Ausrichtungen für dich zusammengefasst. Schnall dich an, denn dieser Beitrag ist vollgepackt mit Informationen, die dein E-Commerce-Business auf das nächste Level heben können.

Shopware Community Day 2025 – Inhaltsübersicht

  1. 25 Jahre Shopware – Das historische Jubiläum
  2. Das Event im Überblick – Location, Programm und Atmosphäre
  3. Wachstumszahlen und Marktposition – Shopware auf Erfolgskurs
  4. Performance und Skalierung – Master Complexity at Scale
  5. AI und Agentic Commerce – Die Revolution des E-Commerce
  6. Die Agentic Commerce Alliance – Gemeinsam für offene Standards
  7. MCP Server und PayPal Commerce Agent Platform
  8. Shopware Copilot und Nexus – Intelligente Automatisierung
  9. B2B-Innovationen – Complex Commerce neu definiert
  10. Spatial Commerce und Immersive Elements
  11. Open Ecosystem und Community – Die DNA von Shopware
  12. Die Roadmap – Today vs. Tomorrow
  13. Highlights von den drei Bühnen
  14. Shopware Visionary Award 2025
  15. Fazit – Was bedeutet der SCD 2025 für Händler?
  16. FAQ – Häufig gestellte Fragen
  17. Glossar – Wichtige Begriffe erklärt
  18. Quellen und weiterführende Links

1. 25 Jahre Shopware – Das historische Jubiläum

Was für eine unglaubliche Reise: Zwei Teenager aus dem beschaulichen Schöppingen im Münsterland gründen im Jahr 2000 ein Unternehmen – und 25 Jahre später steht Shopware als eine der führenden E-Commerce-Plattformen Europas da, mit wachsender Präsenz in den USA und weltweit über 55.000 Merchants. Die Gründer und Co-CEOs Stefan und Sebastian Hamann eröffneten die Keynote auf dem Shopware Community Day 2025 mit einem emotionalen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert voller Innovation, Veränderung und unerschütterlichem Community-Spirit.

Sebastian Hamann betonte in seiner Ansprache, dass der „Day One Spirit“ auch nach 25 Jahren noch das Unternehmen präge. Diese Mentalität – hungrig, neugierig und innovativ zu bleiben – hat Shopware zu dem gemacht, was es heute ist: eine Plattform, die nicht nur mit der Zeit geht, sondern sie aktiv mitgestaltet. „Wir glauben an eine offene Architektur und stellen Händlerinnen und Händler in den Mittelpunkt. Mit Shopware geben wir ihnen die Freiheit, ihre Systeme und Prozesse eigenständig, selbstbestimmt und ohne Einschränkungen zu steuern“, so Hamann.

Die Geschichte von Shopware ist eine Geschichte des kontinuierlichen Wandels: Von Shopware 4 über die revolutionäre Einführung von Shopware 5 bis hin zum kompletten Neuaufbau mit Shopware 6 – das Unternehmen hat sich nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Und genau diese Innovationsfreude wurde auf dem Shopware Community Day 2025 einmal mehr unter Beweis gestellt.

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2. Das Event im Überblick – Location, Programm und Atmosphäre

Der Shopware Community Day 2025 fand erstmals im Confex in Köln statt – eine der modernsten Eventlocations Deutschlands, direkt am Messegelände. Die Wahl des Standorts war kein Zufall: Köln bietet nicht nur eine hervorragende Infrastruktur mit ICE-Anbindung (Bahnhof Köln Messe/Deutz ist nur wenige Gehminuten entfernt), sondern auch die perfekte Synergie mit der DMEXCO, die am 17. und 18. September direkt im Anschluss stattfand. Viele Besucher nutzten das Kombi-Ticket für beide Events.

Ursprünglich war der SCD für den 4. Juni 2025 geplant, musste jedoch kurzfristig verschoben werden – am Vortag wurden im Kölner Stadtteil Deutz drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, die eine Evakuierung und Entschärfung erforderlich machten. Die Verschiebung auf September erwies sich im Nachhinein als Glücksfall: Der neue Termin fiel genau in die Phase, in der viele Unternehmen ihre Strategien für das kommende Jahr planen.

Das Programm in Zahlen

Der Shopware Community Day 2025 bot ein beispielloses Programm:

  • 56 Speaker aus der gesamten E-Commerce-Welt
  • 21 Sessions auf drei verschiedenen Bühnen
  • 12 Masterclasses zu Themen wie AI & Spatial Commerce, Affiliate Marketing, Deployment und mehr
  • 8 Meetups darunter Women in Tech, Accessibility und AI
  • Rund 1.500 Teilnehmer aus aller Welt

Das All-inclusive-Konzept sorgte für eine entspannte Atmosphäre: Vom ersten Kaffee am Morgen über ein durchdachtes Food-Konzept bis hin zu den Networking-Möglichkeiten am Abend war alles perfekt organisiert. Die typische SCD-Atmosphäre – eine Mischung aus Tech-Konferenz, Community-Treffen und Familienfeier – war auch in diesem Jahr wieder spürbar.

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3. Wachstumszahlen und Marktposition – Shopware auf Erfolgskurs

Die auf dem Shopware Community Day 2025 präsentierten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und untermauern Shopwares Position als führende E-Commerce-Plattform im europäischen Raum:

Finanzielle Performance

  • Über 40% Annual Recurring Revenue (ARR) Wachstum – und das zwei Jahre in Folge
  • Über 50% des Wachstums stammt aus dem Neukundengeschäft – ein klares Zeichen für die Attraktivität der Plattform
  • Das USA-Geschäft vervierfachte sich im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Community-Wachstum

  • Über 2.400 neue Community-Mitglieder aus 30 Ländern seit Juni 2025
  • Über 360.000 aktivierte Extensions im vergangenen Jahr
  • Mehr als 38.000 GitHub-Contributions von über 800 Contributors

Marktposition und Auszeichnungen

Bei den Rankings räumt Shopware ordentlich ab:

  • #1 Commerce Platform bei den Top 1.000 Shops in Deutschland laut EHI Retail Institute – drei Jahre in Folge
  • #1 Five Star rated Open Source eCommerce Software bei EMERCE 100 – ebenfalls drei Jahre in Folge
  • Regelmäßige Erwähnung in global anerkannten Analysten-Reports von Paradigm, IDC, Forrester und Gartner

Die Kundenliste liest sich wie ein Who’s Who der Branche: Toyota, Depot, RENO, POCO, Zwilling, BWT, Virgin Active, smart, Dunham’s, AGRAVIS, Fleurop, Miniature Market, UPPAbaby, Fischer, Turning Point, OrtoPed, Java und viele mehr setzen auf Shopware. Diese Vielfalt – von B2C-Fashion über B2B-Industrie bis hin zu Spezial-Nischen – zeigt die Flexibilität der Plattform.

Shopware hat sich nach eigenen Angaben besonders im Midmarket- und Lower Enterprise-Segment als erste Wahl etabliert. Gerade Händlern dieser Größe biete die Plattform die Möglichkeit, effizienter zu arbeiten und die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) ihres Online-Business dauerhaft zu reduzieren.

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4. Performance und Skalierung – Master Complexity at Scale

Unter dem Motto „Master Complexity at Scale“ präsentierte Shopware auf dem Shopware Community Day 2025 beeindruckende Performance-Werte, die deutlich machen: Diese Plattform ist nicht nur für kleine und mittlere Shops, sondern auch für Enterprise-Anwendungen mit höchsten Anforderungen konzipiert.

Die Performance-Highlights

  • 6x schnellere Response Time verglichen mit der Vorgängerversion – ein dramatischer Sprung, der sich direkt auf Conversion Rates und User Experience auswirkt
  • 102 Millionen SKUs können verwaltet werden – ideal für Händler mit riesigen Produktkatalogen
  • 1,4 Millionen Requests pro Stunde werden souverän verarbeitet
  • Über 4.000 Bestellungen pro Minute sind möglich – perfekt für Peak-Zeiten wie Black Friday oder Cyber Monday

Die drei Herausforderungen

Shopware adressiert mit seiner Architektur drei zentrale Herausforderungen, die im E-Commerce täglich auftreten:

Traffic Spikes: Wenn Kunden massenhaft den Shop stürmen – sei es durch eine erfolgreiche Marketing-Kampagne, einen TV-Auftritt oder saisonale Events – muss die Plattform standhaft bleiben. Shopware skaliert horizontal und verteilt die Last intelligent.

Order Peaks: Multiple Checkouts pro Sekunde sind keine Seltenheit, besonders bei Flash Sales oder limitierten Produkten. Die Datenbankarchitektur von Shopware ist darauf optimiert, diese Spitzen zu bewältigen, ohne dass Bestellungen verloren gehen oder Lagerbestände falsch gebucht werden.

Parallel Updates: Massive Produktimporte, Preisanpassungen oder Lagerbestandsänderungen laufen bei Enterprise-Shops kontinuierlich. Shopware ermöglicht diese Updates im laufenden Betrieb, ohne die Shop-Performance zu beeinträchtigen.

Diese Werte sind nicht nur theoretisch – sie werden täglich bei großen Shopware-Installationen in der Praxis erreicht und bewiesen.

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5. AI und Agentic Commerce – Die Revolution des E-Commerce

Das dominierende Thema des Shopware Community Day 2025 war ohne jeden Zweifel Agentic Commerce. Sebastian Hamann widmete diesem Thema einen Großteil seiner Keynote und machte unmissverständlich klar: Wir stehen vor einem fundamentalen Paradigmenwechsel im E-Commerce.

Die Prognose: 30% AI-gesteuerte Transaktionen bis 2030

Laut einer Gartner-Prognose aus dem Jahr 2024 werden bis 2030 rund 30% aller E-Commerce-Transaktionen von AI-Agents durchgeführt. Das bedeutet konkret: Nicht Menschen, sondern KI-gesteuerte Systeme werden Kaufentscheidungen treffen, Produkte recherchieren, Preise vergleichen und Bestellungen auslösen. Die Generation der Digital Natives nutzt bereits heute zu 50% AI-Tools für Produktinformationen und Recherchen.

Diese Entwicklung verändert alles: Wie Produkte gefunden werden, wie Kaufentscheidungen getroffen werden und wie Händler mit ihren Kunden interagieren. Wer sich nicht darauf vorbereitet, riskiert, in der Bot Economy unsichtbar zu werden.

Shopwares drei strategische Säulen

Shopware positioniert sich mit drei strategischen Fokusthemen für diese Zukunft:

  • AI / Agentic Commerce – Die intelligente Automatisierung des Handels, bei der KI-Agents als Vermittler zwischen Kunden und Shops agieren
  • B2B / Complex Commerce – Lösungen für komplexe Geschäftsmodelle mit mehrstufigem Vertrieb, individuellen Workflows und tiefen Integrationen
  • Community / Open Ecosystem – Die Kraft der Gemeinschaft und offene Standards als Gegenpol zu geschlossenen Plattformen

Die strategische Frage: What is your Strategy?

Sebastian Hamann stellte dem Publikum eine zentrale Frage: „What is your Strategy?“ Er identifizierte drei Wege, wie Händler auf die Entwicklung hin zu Agentic Commerce reagieren können:

  1. Increase Efficiency – Reducing cost of commerce: Die Kosten senken und effizienter werden
  2. Differentiate Stronger – Iterate & Innovate faster: Sich stärker differenzieren und schneller innovieren
  3. Shape Agentic Commerce – Define your Agentic Rules: Das Agentic Commerce aktiv mitgestalten und eigene Regeln definieren

Shopware will Händlern alle drei Wege ermöglichen – mit einer offenen Plattform, die maximale Kontrolle und Flexibilität bietet.

Discoverable und Executable

Zwei Konzepte standen im Zentrum der Agentic Commerce-Vision:

Discoverable: Shops müssen für AI-Agents auffindbar sein. Das bedeutet konkret:

  • Open, headless, API-first Architektur
  • Real-time Stock & Price Information
  • Agent-optimized Product Feeds
  • Erweiterbar dank Open Core – eigene Datenquellen und Custom Feeds können integriert werden

Executable: AI-Agents müssen direkt Aktionen im Shop ausführen können:

  • Direct Checkout in AI-Search
  • Shopware MCP for Agents
  • Integration mit Plattformen wie PayPal Open

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6. Die Agentic Commerce Alliance – Gemeinsam für offene Standards

Eine der bedeutendsten Ankündigungen auf dem Shopware Community Day 2025 betraf die im Frühjahr 2025 gegründete Agentic Commerce Alliance. Diese Initiative ist Shopwares Antwort auf eine drohende Monopolisierung des AI-gesteuerten Handels durch Big Tech.

Das Problem: Zentralisierung durch Big Tech

Große Tech-Unternehmen wie Amazon, Google und OpenAI positionieren sich als vollständig integrierte Commerce Hubs. Von der Produktsuche über die Bezahlung bis zur Lieferung bauen sie die Infrastruktur für Agent-to-Agent-Transaktionen auf – mit dem Potenzial, Händler auf bloße Datenpunkte in einem zentralisierten, KI-kontrollierten System zu reduzieren.

Stefan Hamann, CEO und Co-Founder von Shopware, bringt die Gefahr auf den Punkt: In einer solchen Welt drohen Markenidentität, Kundenbeziehungen und die Unabhängigkeit der Händler verloren zu gehen. Der Wettbewerb würde auf reine Preisvergleiche reduziert – alles andere, was einen Händler einzigartig macht, würde in Algorithmen verschwinden.

Die Lösung: Offene Standards

Die Agentic Commerce Alliance setzt auf drei zentrale Ansätze:

  1. Offene, interoperable Standards entwickeln – Händler jeder Größe sollen am Agent-basierten Commerce teilnehmen können, ohne die Kontrolle an zentralisierte Plattformen abzugeben
  2. Frameworks für Experience-Differenzierung – AI-Agents sollen Zugang zu mehr als nur dem Preis erhalten: Kundenservice-Qualität, Markenvertrauen, Produktexpertise und Community-Zugehörigkeit sollen wieder zählen
  3. AI für bedeutungsvolle Differenzierung nutzen – Statt den Markt zu nivellieren, soll AI ein mächtiges Werkzeug für Brand Storytelling, Personalisierung und immersive Kundenerlebnisse werden

Die Gründungsmitglieder

Neben Shopware umfasst die Alliance bereits 15 renommierte Unternehmen aus E-Commerce, Tech und Digital Experience, darunter Strix, Pimcore, Basecom, Valantic, Human Element, ChannelEngine, Nosto, CapTech, Watsco Inc und Spotler.

„Agentic Commerce ist nicht nur ein Buzzword“, betonte Borys Skraba, CCO der Strix Group und Gründungsmitglied der Alliance. „Es geht darum, eine Zukunft zu bauen, in der AI Markenidentität und fairen Wettbewerb unterstützt.“

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7. MCP Server und PayPal Commerce Agent Platform

Ein Highlight des Shopware Community Day 2025 war die Ankündigung technischer Innovationen, die Shopware fit für die Agentic-Zukunft machen.

Der Shopware MCP Server

Shopware entwickelt aktuell einen eigenen MCP Server (Model Context Protocol Server) als Kerntechnologie für den Datenaustausch zwischen AI-Modellen und dem Shop. MCP ist ein offenes, standardisiertes Protokoll, das erweitert, was große Sprachmodelle (LLMs) tun können, indem es ihnen domänenspezifisches Wissen und echte, handlungsrelevante Fähigkeiten verleiht.

Konkret bedeutet das: AI-Assistenten wie Claude, ChatGPT oder andere können über den MCP Server direkt auf die Shopware Admin API zugreifen. Das ermöglicht automatisierte Produktverwaltung, Kategorie-Management, Bestellabwicklung und Theme-Anpassungen – alles gesteuert durch natürlichsprachliche Befehle.

PayPal Commerce Agent Platform

Ein echtes Highlight der Keynote war der Auftritt von Ryan Prichard, Vice President SMB and Financial Services bei PayPal. Er kündigte an, dass Shopware als einer der ersten E-Commerce-Plattformanbieter in Europa Teil der neuen PayPal Commerce Agent Platform wird.

Was bedeutet das konkret? Händler können – wenn sie sich dafür entscheiden – ausgewählte Produktdaten in verschiedenen AI-gesteuerten Verkaufskanälen und Large Language Models auffindbar und kaufbar machen. Der Direct Checkout in AI-Search wird damit Realität.

Die PayPal Commerce Agent Platform ist bereits heute unter dem Label „PayPal Open“ verfügbar und wird in den kommenden Monaten breiter ausgerollt. Für Shopware-Händler eröffnet sich damit ein völlig neuer Vertriebskanal – der Verkauf über Chatbots, Sprachassistenten und AI-Interfaces.

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8. Shopware Copilot und Nexus – Intelligente Automatisierung

Zwei Begriffe prägten die Diskussionen über Automatisierung auf dem Shopware Community Day 2025: Copilot und Nexus. Beide sind zentrale Bausteine in Shopwares Strategie für AI-first Commerce.

Shopware Copilot

Der Shopware Copilot ist bereits seit frühem 2022 – damals als einer der ersten AI-Copiloten im E-Commerce-Bereich – verfügbar und wurde seither kontinuierlich erweitert. Mit der Funktion „Text to Image“ wurde bereits das zwölfte Enhancement innerhalb des AI Copilot Feature-Sets eingeführt.

Aktuell fungiert der Copilot als agentischer Commerce-Partner im Admin, der Shopware-spezifische Fragen beantwortet. Daniel Nögel, VP Engineering bei Shopware, stellte auf dem SCD nicht nur die bisherigen AI-getriebenen Funktionen vor – von Bild- und Texterstellung bis zu UX-Optimierungen – sondern gab auch einen Ausblick auf die Zukunft:

Ab Herbst 2025: Die nächste Ausbaustufe mit Data Insights wird gelauncht. Händler erhalten dann direkte Einblicke zu relevanten KPIs im Onlineshop, direkt über den Copilot. Beispielfragen wie „Wie war mein Umsatz letzte Woche im Vergleich zum Vormonat?“ werden natürlichsprachlich beantwortet.

Langfristige Vision: Der Copilot wird sich zu einem echten agentischen Commerce-System entwickeln. Hochspezialisierte, autonome AI-Agents werden seine Fähigkeiten erweitern – beispielsweise in Bereichen wie Automatisierung und Business Intelligence.

Shopware Nexus

Noch weiter geht Shopware Nexus: Die neue Plattform für Workflow-Automatisierung ermöglicht es, selbst komplexe Abläufe effizient abzubilden – von Freigabeprozessen im B2B bis hin zu internationalen Rollouts.

Mit Nexus können Händler Prozesse wie Lagerbestandsaktualisierungen oder Marketplace-Synchronisierung deutlich schneller konfigurieren und automatisieren. Das bedeutet: mehr Transparenz, weniger manuelle Aufgaben und maximale Flexibilität. Nexus ist damit vor allem im Enterprise-Bereich ein entscheidender Hebel.

Timeline: Die erste Preview von Nexus wurde für Herbst 2025 angekündigt, die Beta-Version ist für Anfang 2026 geplant, der finale Launch für Q2 2026.

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9. B2B-Innovationen – Complex Commerce neu definiert

Shopwares B2B-Bereich ist zentral für das Unternehmen – und auch hier gab es auf dem Shopware Community Day 2025 zahlreiche Neuheiten. Das System ist bewusst auf Enterprise-Readiness und komplexe Geschäftsmodelle („Complex Commerce“) ausgerichtet.

Was bedeutet Complex Commerce?

  • Individuelle Workflows für jeden Kunden
  • Mehrstufiger Vertrieb mit verschiedenen Kundengruppen
  • Internationale Rollouts mit mehreren Sprachen, Währungen und Steuersätzen
  • Tiefe Integrationen von Drittsystemen (ERP, PIM, CRM)

Das Ziel: maximale Kontrolle, Flexibilität und Effizienz. Komplexe Setups lassen sich mühelos abbilden, Routineaufgaben im Vertrieb werden reduziert und es entsteht mehr Zeit für Kundenbeziehungen und Projekte.

Die drei neuen B2B-Features

1. Advanced Product Catalogs: Händler können personalisierte Sortimente für Kunden oder Business Units definieren. Produkte außerhalb der definierten Berechtigungen werden komplett ausgeblendet – selbst bei direktem Linkzugriff. Das sorgt für ein klares, personalisiertes Produkterlebnis und volle Kontrolle darüber, wer was sehen darf.

2. Organization Units: Die interne Struktur eines B2B-Kunden – Abteilungen, Teams, Standorte – lässt sich jetzt direkt im System abbilden. Einfach eine Unit erstellen, benennen, Mitarbeiter zuweisen und Zahlungs-/Versandmethoden sowie erlaubte Adressen definieren. Zukünftige Updates werden Support für Sub-Units und noch granularere Berechtigungen bringen.

3. Sales Agent: Die konventionelle Methode des B2B-Vertriebs – mit fragmentierten Systemen und verteilten Prozessen – wird durch den Sales Agent revolutioniert. Er konsolidiert verschiedene Aktivitäten in einer einheitlichen Plattform: Custom Overview, zugewiesene Kunden, bisherige Interaktionen, Terminplanung und die Erstellung von Bestellungen, Angeboten und Bestelllisten. CRM-Systeme wie Outlook werden nicht ersetzt, sondern tiefer in die Commerce-Plattform integriert.

B2B Panel auf der Main Stage

Das Thema B2B stand auch in einem hochkarätig besetzten Panel auf der Hauptbühne im Fokus. Mark Casidsid (IDC), Ludger Müller (Strack Norma), Laurien Jakobi (Agiqon) und Terezia Batovska (Shopware AG) diskutierten über aktuelle Trends und Herausforderungen im B2B-Commerce: AI und API-first-Architekturen, Erfolgsfaktoren im Change Management und die Balance zwischen Automatisierung und persönlicher Interaktion.

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10. Spatial Commerce und Immersive Elements

Neben AI war Spatial Commerce eines der großen Themen auf dem Shopware Community Day 2025. Die Integration immersiver Erlebnisse – AR, VR, 3D – wird immer wichtiger, um sich im Wettbewerb zu differenzieren.

Der Scene Editor

Der neue Scene Editor ist Teil des Spatial Commerce-Konzepts und nativ in Shopware integriert. Er bietet Händlern umfangreiche Optionen für die dreidimensionale Produktpräsentation:

  • Erstellung von Bildern und Hintergründen, in denen 3D-Modelle platziert werden können
  • Anpassung von Hintergründen, Beleuchtung, Farben und Renderings
  • Hochwertige Darstellungen ohne externe Studio-Kosten
  • Intuitive Bedienung spart Zeit und Geld

Kunden können Produkte räumlich erleben und sind dadurch deutlich sicherer bei ihrer Kaufentscheidung. Das wirkt sich positiv auf Conversion Rates aus und reduziert gleichzeitig die Retourenquote.

Immersive Elements

Die Integration von „Immersive Elements“ – entwickelt in Zusammenarbeit mit Instorier – kann einfach über den Shopware App Store installiert werden. Die Lösung umfasst:

  • 3D Spotmarks
  • Parallax-Effekte
  • Augmented Reality (AR)
  • Virtual Reality (VR)

Das Besondere: Diese Spatial- und Immersive-Effekte können ohne technisches Know-how implementiert werden. Die Lösung ist vollständig optimiert für Mobile, Desktop und Spatial Devices wie Apple Vision Pro oder Meta Quest 3.

Text to Image

Mit der AI-Funktion „Text to Image“ lassen sich emotionale Mood-Images für Produktpräsentationen schnell und effizient generieren. Einfach eine Beschreibung eingeben – und die AI erstellt passende Hintergrundbilder für die Shopware Erlebniswelten.

AR-Verbesserungen

Zwei wichtige Verbesserungen für die AR-Funktion wurden ebenfalls vorgestellt:

  1. Direct Forwarding to AR View: Wenn der QR-Code auf einem Desktop-Screen mit dem Smartphone gescannt wird, öffnet sich jetzt direkt die AR-Ansicht – nicht mehr fälschlicherweise die Produktgalerie
  2. AR Placement on Walls: 3D-Modelle können jetzt nicht nur auf dem Boden, sondern auch realistisch an Wänden platziert werden – perfekt für Bilderrahmen, Kunstwerke oder Fernseher

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11. Open Ecosystem und Community – Die DNA von Shopware

Shopware positioniert sich bewusst als „Open-Box-Plattform“ – ein Mittelweg zwischen rigiden SaaS „In-the-Box“-Lösungen und hochgradig fragmentierten Custom Builds. Der Code ist offen: Open Source ist seit langem ein Kern-Bestandteil von Shopwares DNA.

Die Stärke der Community

Die Zahlen sprechen für sich:

  • Über 360.000 aktivierte Extensions im vergangenen Jahr
  • Mehr als 38.000 GitHub-Contributions von über 800 Contributors
  • Über 55.000 Merchants weltweit nutzen Shopware

Der Shopware Community Hub

Seit einigen Monaten ist der neue Shopware Community Hub live – ein zentrales Zuhause für Austausch, News, Clubs und Lernpfade mit Gamification-Elementen. Bereits Tausende Mitglieder aus 30 Ländern nutzen die Plattform, um Wissen zu teilen, Verbindungen aufzubauen und die Zukunft des Commerce gemeinsam zu gestalten.

Das Open Ecosystem

Das offene Ökosystem von Shopware umfasst eine beeindruckende Vielfalt an Partnern und Integrationen:

Payment: Stripe, PayPal, Klarna, Mollie, Amazon Pay, Adyen, Ratepay, Mondu, Nexi, Brite*, Satispay und viele mehr

Shipping: DHL, DPD, FedEx, GLS, Paazl, ShipStation, PAQATO

Marketing: Nosto, Trustpilot, Trustami, Reviews.io, ADCELL, Brevo, Maileon, Sendcloud

PIM/DAM: Pimcore, Contentful, Contentserv, Amplience, BindsView

Marktplätze: Alibaba, ChannelEngine, Lengow, Channable, Allegro, Otto

Analytics & Tools: FACT-Finder, Doofinder, OMQ, Usercentrics, Consent Manager

Diese Offenheit ermöglicht es Händlern, ihre bestehenden Tools und Systeme nahtlos zu integrieren – ohne Lock-in-Effekte und mit voller Kontrolle über die eigene Tech-Stack.

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12. Die Roadmap – Today vs. Tomorrow

Die Keynote auf dem Shopware Community Day 2025 gab einen klaren Blick auf die strategische Richtung: Was ist heute möglich, und wohin geht die Reise?

Today – Was Shopware heute bietet

  • Automate Processes: Automatisierung von Geschäftsprozessen durch Flow Builder, AI Copilot und native Integrationen
  • Master Complexity + B2B: Komplexe Geschäftsmodelle abbilden mit B2B Components, Advanced Product Catalogs und Sales Agent
  • Grow International: Internationales Wachstum durch Multi-Language, Multi-Currency und länderspezifische Steuerkonfiguration

Tomorrow – Die Vision für morgen

  • Agentic Commerce: Vollständige Integration in die AI-Agent-Economy mit MCP Server, PayPal Commerce Agent Platform und der Agentic Commerce Alliance
  • New Channels: Neue Vertriebskanäle durch AI-Search, Chatbots, Sprachassistenten und LLM-Interfaces
  • New Integrations: Tiefere Integrationen mit AI-Providern wie Anthropic (Claude), OpenAI, Google, Perplexity und weiteren

Die Botschaft ist klar: Shopware bereitet sich und seine Händler auf eine Zukunft vor, in der AI-Agents einen signifikanten Teil des E-Commerce ausmachen werden. Wer heute die richtigen Weichen stellt, wird in fünf Jahren die Nase vorn haben.

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13. Highlights von den drei Bühnen

Der Shopware Community Day 2025 bot ein Programm auf drei kuratierten Bühnen, die unterschiedliche Zielgruppen und Themen adressierten.

Main Stage

Die Main Stage war die Bühne für visionäre Keynotes und zukunftsweisende Ausblicke. Hier standen Shopware-Führungskräfte und internationale Thought Leader im Rampenlicht. Alles drehte sich um Technologien, Tools und Trends, die E-Commerce auf das nächste Level bringen.

Highlight-Sessions:

  • „From Cart to Heart – Building Lovebrands with Shopware“: Christina Skoeries (camel active), Astrid Reintjes (MissPompadour) und Nicole Taupp (DRYKORN) diskutierten, wie man mit Shopware eine echte Lovebrand aufbaut – von Transaktionen zu echten Beziehungen
  • TCO Learnings from 100 Shopware Customers: Adriana Dzalbe und Corinna Pratt von Shopware analysierten 100 Kundenfälle und identifizierten die fünf wichtigsten Learnings zur Reduzierung der Total Cost of Ownership

Tech Stage

Auf der Tech Stage standen praxisnahe Sessions für Developer und Technologiepartner im Mittelpunkt. Themen wie Headless Commerce, Vibe Coding und API-first-Architekturen wurden in die Tiefe behandelt. Hier war das technische Know-how gefragt.

Commerce Stage

Die Commerce Stage fokussierte sich auf konkrete Lösungen für B2B und B2C – Best Practices, Strategien und Erfolgsmodelle, die direkt im Business angewendet werden können. Ein Highlight war die Case Study von RENO und der Agentur Brandung, die zeigten, wie eine konsequente digitale Transformation gelingt und Omnichannel-Strategien in der Praxis aussehen.

Externe Speaker-Highlights

Externe Gäste wie Laura Kremer (eCom Unity), Efe von Thenen (Thenen Ventures), Jonathan Roxlau (G. Wurm) und Michel Willems (H1) lieferten wertvolle Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven.

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14. Shopware Visionary Award 2025

Zum ersten Mal in Shopwares Geschichte wurden auf dem Shopware Community Day 2025 Awards an besonders innovative Shopware-Shops vergeben: der Shopware Visionary Award.

Die Auszeichnung würdigt Shops, die sich durch herausragende Innovation, kreative Umsetzung und exzellente Nutzung der Shopware-Plattform auszeichnen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des emotionalen Finales statt, bei dem die Community mit einem Rückblick auf den Tag, einer Vorschau auf die nächsten 25 Jahre und einem großen interaktiven Community-Game gefeiert wurde.

„Stronger Together – The Future We Create“ war das Motto des Abschlusses, das die DNA von Shopware perfekt auf den Punkt bringt: Gemeinsam mit der Community die Zukunft gestalten.

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15. Fazit – Was bedeutet der SCD 2025 für Händler?

Der Shopware Community Day 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wohin die Reise im E-Commerce geht – und wie Shopware sich und seine Händler darauf vorbereitet. Die wichtigsten Takeaways:

1. Agentic Commerce ist real: Die Prognose, dass 30% aller E-Commerce-Transaktionen bis 2030 von AI-Agents durchgeführt werden, sollte jeder Händler ernst nehmen. Wer sich heute vorbereitet, wird profitieren.

2. Offene Standards sind entscheidend: Die Agentic Commerce Alliance zeigt, dass es Alternativen zu geschlossenen Big-Tech-Ökosystemen gibt. Händler sollten auf offene Plattformen setzen, die ihnen Kontrolle und Flexibilität lassen.

3. B2B wird komplexer – und wichtiger: Die neuen B2B-Features wie Advanced Product Catalogs, Organization Units und der Sales Agent machen Shopware zur ersten Wahl für komplexe B2B-Geschäftsmodelle.

4. AI ist kein Hype mehr: Mit dem Shopware Copilot, Data Insights und Nexus wird AI zum integralen Bestandteil des täglichen Shop-Managements. Die Zeiten, in denen AI nur ein nettes Extra war, sind vorbei.

5. Experience differenziert: Spatial Commerce, Immersive Elements und der Scene Editor ermöglichen Erlebnisse, die den reinen Preiswettbewerb durchbrechen. Wer seinen Kunden etwas Besonderes bietet, gewinnt.

Für Shopware-Händler und -Agenturen bedeutet der Shopware Community Day 2025 klare Handlungsempfehlungen: Beschäftigt euch mit Agentic Commerce, nutzt die neuen AI-Features und macht eure Shops fit für die Zukunft. Die Tools sind da – jetzt ist es Zeit, sie zu nutzen.

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16. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wann und wo fand der Shopware Community Day 2025 statt?

Der Shopware Community Day 2025 fand am 16. September 2025 im Confex in Köln statt. Ursprünglich war das Event für den 4. Juni geplant, musste aber wegen einer Bombenentschärfung im Kölner Stadtteil Deutz verschoben werden.

Was ist Agentic Commerce?

Agentic Commerce bezeichnet eine Zukunft, in der AI-Agents autonom Kaufentscheidungen treffen, Produkte suchen und Bestellungen auslösen – im Auftrag von Konsumenten. Laut Gartner werden bis 2030 rund 30% aller E-Commerce-Transaktionen auf diese Weise abgewickelt.

Was ist der Shopware MCP Server?

Der MCP Server (Model Context Protocol Server) ist eine von Shopware entwickelte Kerntechnologie, die den Datenaustausch zwischen AI-Modellen und dem Shop ermöglicht. Damit können AI-Assistenten direkt auf die Shopware Admin API zugreifen und Aktionen ausführen.

Was ist die Agentic Commerce Alliance?

Die Agentic Commerce Alliance ist eine von Shopware im Frühjahr 2025 mitgegründete Initiative, die offene Standards für AI-gesteuerten Commerce entwickelt. Ziel ist es, eine Alternative zu geschlossenen Big-Tech-Ökosystemen zu schaffen und Händlern Kontrolle und Differenzierungsmöglichkeiten zu erhalten.

Was ist der Shopware Copilot?

Der Shopware Copilot ist ein AI-gestützter Assistent, der direkt im Shopware Admin verfügbar ist. Er beantwortet Fragen, generiert Texte und Bilder und wird ab Herbst 2025 mit Data Insights erweitert, um KPI-Analysen natürlichsprachlich bereitzustellen.

Was ist Shopware Nexus?

Shopware Nexus ist eine neue Plattform für Workflow-Automatisierung, die komplexe Abläufe wie Freigabeprozesse, Lagerbestandsaktualisierungen oder Marketplace-Synchronisierungen vereinfacht. Die Beta ist für Anfang 2026 geplant, der finale Launch für Q2 2026.

Was sind die neuen B2B-Features?

Die drei neuen B2B-Features sind: Advanced Product Catalogs (personalisierte Sortimente), Organization Units (Abbildung interner Kundenstrukturen) und Sales Agent (konsolidierte Vertriebsplattform).

Was bedeutet „Discoverable“ und „Executable“ im Kontext von Agentic Commerce?

„Discoverable“ bedeutet, dass Shops für AI-Agents auffindbar sein müssen – durch API-first-Architektur, Real-time Daten und Agent-optimierte Product Feeds. „Executable“ bedeutet, dass AI-Agents direkt Aktionen ausführen können – wie einen Checkout im AI-Search.

Welche Kunden nutzen Shopware?

Zu den namhaften Shopware-Kunden gehören Toyota, Depot, RENO, POCO, Zwilling, BWT, Virgin Active, smart, Dunham’s, AGRAVIS, Fleurop und viele weitere Unternehmen aus B2B und B2C.

Ist Shopware Open Source?

Ja, Shopware ist Open Source. Die Community Edition ist kostenlos verfügbar, und es gibt eine aktive Community mit über 800 GitHub-Contributors und mehr als 38.000 Contributions.

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17. Glossar – Wichtige Begriffe erklärt

Agentic Commerce: Ein Paradigma im E-Commerce, bei dem AI-Agents autonom Kaufentscheidungen treffen und Transaktionen durchführen. Diese Agents handeln im Auftrag von Konsumenten und können Produkte suchen, vergleichen und bestellen.

AI Agent: Ein autonomes KI-System, das eigenständig Aufgaben ausführen kann. Im E-Commerce-Kontext sind das Programme, die für Nutzer einkaufen, Preise vergleichen oder Produktempfehlungen aussprechen.

API-first: Ein Entwicklungsansatz, bei dem die API (Application Programming Interface) als primäres Produkt betrachtet wird. Alle Funktionen sind über standardisierte Schnittstellen zugänglich, was maximale Flexibilität und Integrationsmöglichkeiten bietet.

ARR (Annual Recurring Revenue): Der jährlich wiederkehrende Umsatz, eine wichtige Kennzahl für Subscription-basierte Geschäftsmodelle. Bei Shopware bezieht sich dies auf die wiederkehrenden Lizenz- und Service-Einnahmen.

B2B Components: Ein Feature-Set in Shopware, das speziell für Business-to-Business-Handel entwickelt wurde. Es umfasst Funktionen wie Kundenspezifische Preise, Berechtigungsmanagement und komplexe Unternehmensstrukturen.

Complex Commerce: Shopwares Bezeichnung für E-Commerce-Szenarien mit hoher Komplexität: individuelle Workflows, mehrstufiger Vertrieb, internationale Rollouts und tiefe Systemintegrationen.

Composable Commerce: Ein Architekturansatz, bei dem E-Commerce-Systeme aus austauschbaren, unabhängigen Komponenten (Microservices) zusammengesetzt werden. Dies ermöglicht maximale Flexibilität und Anpassbarkeit.

Copilot: Ein AI-gestützter Assistent, der bei wiederkehrenden Aufgaben unterstützt. Der Shopware Copilot ist direkt im Admin integriert und hilft bei Text- und Bildgenerierung, Fragen zum System und (bald) KPI-Analysen.

Headless Commerce: Eine E-Commerce-Architektur, bei der Frontend (Storefront) und Backend (Commerce Engine) entkoppelt sind. Das Backend liefert Daten über APIs, das Frontend kann frei gestaltet werden.

LLM (Large Language Model): Große Sprachmodelle wie GPT, Claude oder Gemini, die natürliche Sprache verstehen und generieren können. Sie bilden die Basis für AI-Agents und Copiloten.

MCP (Model Context Protocol): Ein offenes, standardisiertes Protokoll, das AI-Modellen domänenspezifisches Wissen und handlungsrelevante Fähigkeiten verleiht. Shopwares MCP Server ermöglicht die Kommunikation zwischen AI und Shop.

Nexus: Shopwares neue Plattform für Workflow-Automatisierung. Sie ermöglicht die Konfiguration und Automatisierung komplexer Geschäftsprozesse ohne Programmierung.

Open-Box-Plattform: Shopwares Positionierung zwischen geschlossenen SaaS-Lösungen und komplett individuellen Entwicklungen. Der Code ist offen, die Plattform ist flexibel, aber gleichzeitig out-of-the-box nutzbar.

SCD: Abkürzung für Shopware Community Day, das jährliche Community-Event von Shopware mit Keynotes, Sessions, Masterclasses und Networking.

SKU (Stock Keeping Unit): Eine eindeutige Produktkennung für die Lagerverwaltung. Die Anzahl der SKUs ist ein Maß für die Kataloggröße eines Shops.

Spatial Commerce: E-Commerce-Erlebnisse, die räumliche Technologien wie AR (Augmented Reality), VR (Virtual Reality) und 3D-Visualisierung nutzen. Produkte können virtuell im Raum platziert oder von allen Seiten betrachtet werden.

TCO (Total Cost of Ownership): Die Gesamtbetriebskosten einer Lösung, inklusive Lizenzkosten, Entwicklung, Wartung, Hosting und Updates. Eine wichtige Kennzahl für die Plattformwahl.

Vibe Coding: Ein Entwicklungsansatz, bei dem AI-Assistenten den Code generieren, während Entwickler die Richtung vorgeben und die Ergebnisse verfeinern. Stefan Hamann demonstrierte auf dem SCD, wie ein einzelner Entwickler mit AI eine 35-Node Workflow-Engine bauen konnte.

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18. Quellen und weiterführende Links