Shopware 5 Theme Einstellungen exportieren & importieren

von | Sep. 8, 2025 | Alle, Shopware 5, Shopware Design | 0 Kommentare

Shopware Theme Einstellungen exportieren & importieren ist ein Thema, das für viele Shopware-Nutzer von entscheidender Bedeutung ist. Denn wer ein aufwendig gestaltetes Theme in Shopware erstellt hat, möchte nicht riskieren, alle Design-Anpassungen durch ein Update, einen Fehler oder das Löschen eines Themes zu verlieren. Mit den richtigen Werkzeugen kann man Theme-Konfigurationen sichern, übertragen oder zwischen mehreren Umgebungen teilen – und spart dadurch Zeit, Nerven und doppelte Arbeit. In diesem Beitrag zeigen wir praxisnah, wie man Shopware Theme Einstellungen exportieren & importieren kann, welche Probleme in der Praxis auftreten und welche bewährten Lösungen es gibt.

Übersicht

1. Einleitung – warum Shopware Theme Einstellungen exportieren & importieren?

In Shopware 5 sowie in Shopware 6 gibt es unterschiedliche Ansätze, um das Design eines Onlineshops anzupassen. Wer sich mit der Gestaltung von Themes beschäftigt, weiß: Manche Arbeiten im Backend sind schnell erledigt, andere erfordern tiefere Eingriffe in CSS, LESS- oder Twig/Smarty-Dateien. Doch egal ob Anfänger oder Profi – eine saubere Sicherung der Einstellungen ist Gold wert. Denn nur wer regelmäßig Shopware Theme Einstellungen exportieren & importieren kann, minimiert das Risiko, durch Fehler oder Löschungen unzählige Stunden Arbeit zu verlieren.

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2. Die 3 Wege für Theme-Anpassungen

Shopware bietet drei zentrale Wege, um ein Theme an die eigenen Bedürfnisse anzupassen:

  • Child-Theme erstellen: Über den Theme-Manager lässt sich ein Child-Theme anlegen, das entweder vom Responsive-Theme oder einem gekauften Theme abgeleitet wird. Dieses Child-Theme ist die Basis für individuelle Einstellungen und eigene Anpassungen.
  • Backend-Konfiguration: Direkt im Admin lassen sich Logos, Farben und Strukturen verändern. Besonders für Einsteiger ist dieser Weg einfach und schnell.
  • Dateibasierte Anpassungen: Profis legen im Child-Theme eigene LESS-, Smarty- oder Twig-Dateien an, um detailliert ins Design einzugreifen.

Zusätzlich bieten Premium-Themes wie „ThemeWare“ erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten im Backend. Das spart Zeit, erfordert jedoch ebenfalls eine saubere Sicherungsstrategie der gewählten Einstellungen.

Um ein Child-Theme zu erstellen geht man in den Bereich Einstellungen > Theme Manager. Im oberen Bereich des Managers finden wir 3 Buttons. Auf dem ganz links steht Theme erstellen:

Screenshot

Klicken wir auf den Button sind ein paar selbsterklärende Felder auszufüllen:

a) Die Ableitung – wie erwähnt sollten hier entweder vom Responsive Theme oder aber dem gekauften Theme ableiten. Wurde kein Theme gekauft vom Responsive, andernfalls vom gekauften Theme.
b) Der Name – hier gibt man einfach den Namen des Shops ein. Insbesondere bei mehreren Child-Themes für mehrere Subshops hilft das den Shop übersichtlich zu halten.
c) Die Kurzbeschreibung – ein bißchen bla bla
d) Die Beschreibung – ein bißchen bla bla bla
e) Autor – dein Name oder der deiner Agentur, falls du eine betreibst
f) Die Lizenz – Nimm einfach „MIT“, das mache ich auch immer.
Wenn man nun also ein Child Theme erstellt hat geht man im nächsten Schritt dazu über das Theme zu konfigurieren, bzw. alle Einstellungen die das Theme hergibt vorzunehmen. Um ein Theme zu konfigurieren müssen wir es im Theme-Manager zunächst anklicken und somit markieren und dann rechts unten den Theme konfigurieren Button klicken. Beim Responsive Theme haben wir hierfür 3 Reiter zur Verfügung in denen wir unterschiedliche Einstellungen vornehmen können.
Icons & Logos – hier bestimmen wir das Logo, und die Icons des Shops:

Konfiguration – hier bestimmt man welche Elemente, die das Responsive Theme hergibt genutzt werden sollen:

Farb-Konfiguration – und hier werden die wichtigsten Farben für die unterschiedlichen Bereiche des Shops definiert. Wie man sieht hat man hier auch noch einmal Zusatz-Bereiche die über einzelne Unter-Reiter erreicht und konfiguriert werden können.

Die zweite Möglichkeit sein Theme anzupassen besteht darin eigene .tpl und LESS Dateien anzulegen in denen man komplett neue Bereiche einbindet oder aber bestimmte Dinge aus dem Theme entfernt. Das ist aber wiederum alles etwas komplizierter und erfordert Fachwissen und Geduld. Auch hierfür ist ein Child-Theme anzulegen, in dessen Ordnern man dann anschließend die neuen LESS und SMARTY Codes einbindet um seinen Shop so individuell zu gestalten, wie es nur geht.
Ein Mittelweg ist ein gekauftes Theme mit vielfältigen zusätzlichen Einstellungen die im Backend Bereich vorgenommen werden können. Eines der Themes mit den umfangreichsten Einstellungsmöglichkeiten ist das „ThemeWare“ Theme von unserer Partner-Agentur TC-Innovations. Hier wird dann neben dem Farb-Konfiguration Reiter ein Zusatz-Reiter des Themes angezeigt, hinter dem sich dann wiederum hunderte Einstellungsmöglichkeiten verbergen. Da kann man dann wirklich weit mehr Dinge einstellen, als sie mit dem Responsive Theme möglich wären.Shopware Theme Einstellungen exportieren & importieren – zurück zur Übersicht

3. Das Problem ohne Export-Funktion

Bei der Gestaltung eines Themes über den Admin Bereich, also in der Konfiguration des Themes im Bereich Einstellungen > Theme-Manager ist das gute: Man klickt ein paar Sachen an, gibt ein paar Farbcodes ein und schwups hat man das Design angepasst. Der eine braucht dabei etwas mehr und der andere etwas weniger Zeit.

Hat man ein Theme mit sehr viele Einstellungen, sowie beispielsweise das oben erwähnte ThemeWare, dann kann man definitiv auch schon einmal ein paar Stunden wenn nicht sogar Tage damit verbringen das Design an allen Ecken und Enden so anzupassen wie es einem gefällt. Es ist ja auch nicht so, dass einem alles direkt gefällt – sondern man probiert auch vieles einfach mal aus und ändert es 7-12 mal bevor man es dann am Ende doch wieder rauswirft weil es „irgendwie too much“ ist.

Was ich also sagen will: Es kann schonmal was länger dauern, bis man zufrieden mit seiner Konfiguration ist. Das Problem ist dann an diesem Punkt, dass man das verwendete Theme ab dem Punkt nicht mal kurz löschen kann. Jetzt denkt man sich vielleicht – „warum soll ich ein Theme kurz löschen?“. Ganz einfach: Zum Beispiel um auszuschließen, dass das Theme einen Fehler produziert. Also beim Debuggen.

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4. Aus Erfahrung schlecht – wenn Einstellungen verloren gehen

Genau das ist mir einmal passiert, nachdem ich nach wirklich mühseliger Arbeit das Shop Design für einen Kunden Shop erstellt hatte, hatte sich ein Fehler eingeschlichen. Der Fehler bewirkte, dass einige wichtige bis übertrieben wichtige Formular-Felder aus dem Shop-Backend verschwunden sind.

Es war unter anderem die Box für die Haupt-Textbeschreibung der Artikel. Genau, man konnte also keine Beschreibung mehr für die Artikel eingeben. Besser geht`s nicht mehr… Also habe ich erst einmal alle Plugins deaktiviert, darunter auch das Plugin mit dem ThemeWare parent-theme. Und um das löschen zu können, ohne dass Shopware 5 Fehler auswirft muss man auch das Child-Theme löschen. Gesagt getan. Keine Wirkung – der Fehler war immer noch da und… alle zuvor vorgenommenem Einstellungen am Child-Theme weg.

Also einmal kurz nicht mitgedacht und schwups sind alle Einstellungen weg. Zufälligerweise hatte ich aus einem anderen Grund zuvor Screenshots aller Einstellungen gemacht und konnte so innerhalb einer Stunde alles wieder in den vorigen Zustand versetzen.

Der Schock vom ersten Anblick des Themes, das wieder so aussah wie vor ein paar Tagen Arbeit, sitzt mir jedoch heute noch in den Knochen.

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5. Die Lösung: Plugin für Export & Import

Trommelwirbel – die Lösung ist ein kleines kostenloses Plugin namens SimklThemeSettingsExport vom juten Simon Klimek. Das Plugin erlaubt es alle Einstellungen die im Konfigurationsbereich eines Themes vorgenommen wurden zu exportieren.

Falls mehrere Shops über das System betrieben werden muss man beachten, dass der Export für jeden Shop einzeln vorgenommen werden muss. Download und nähere Informationen zum Plugin erhält man auf github unter folgenden Links:

Infos zum Plugin:
https://github.com/simkli/SimklThemeSettingExport#usage

Release-Liste und Downloads:
https://github.com/simkli/SimklThemeSettingExport/releases

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6. Die Möglichkeiten mit Export & Import

Die Möglichkeiten die den Export und import der Theme Einstellungen sind mannigfaltig und dieser Liste hier zu entnehmen:

a) Das Wichtigste: Man kann die Theme Einstellungen jederzeit exportieren. Somit kann man zum Beispiel bestimmte Zwischenstände die im Prozess der Gestaltung entstehen zwischen speichern. Geht mal etwas kaputt kann man so zum letzen Stand der Dinge zurückspringen und die Datei erneut importieren.

b) Man kann die Datei mit den exportierten Einstellungen dafür verwenden die Einstellungen von einer Test-Umgebung in eine Live-Umgebung zu übertragen.

c) Man kann die Datei in ein neu angelegtes Child-Theme übertragen.

e) Man kann die Einstellungen von seinem Haupt-Shop in einem Subshop importieren.

f) Und man kann die Einstellungen auch in einen komplett anderen Shopware Shop importieren. Wenn man z.B. schon einmal einen Shop erstellt hat, der einem anderen Shop sehr ähnlich sein soll, kann man sich das ganze Geklicke sparen und gleich die Einstellungen aus dem anderen Shop importieren und im Nachgang nur noch die Bilder etc. anpassen.

Wie man sieht: Die Funktion kann einem in vielen Situationen bei der Arbeit mit Shopware das Leben erleichtern und insbesondere Zeit einsparen. Das Wichtigste: Denkt bevor ihr mal das Theme in dem ihr die ganzen Anpassungen gemacht habt unbedingt daran vor einem temporären Löschen oder einem Shopware Update unbedingt daran eure Theme Einstellungen zu exportieren und auf dem Rechner zu sichern.

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7. Installation des Plugins

Zunächst einmal brauchen wir das Plugin. Und vorab schonmal: Ja das Plugin wurde zuletzt 2016 aktualisiert. Das liegt aber daran, dass sich seitdem auch nicht viel in diesem Bereich geändert hat und es dementsprechend auch nicht nötig war.

Also wir rufen zunächst den eingangs bereits erwähnten Link auf:
https://github.com/simkli/SimklThemeSettingExport/releases

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% braucht ihr dann die neueste Version, die beim Erstellen dieses Textes bei 1.1.1 liegt und wie gesagt noch von 2016 ist.

Klickt um das Plugin runterzuladen auf den Link SimklThemeSettingsImport. Das Plugin kann (nach meiner Erfahrung) leider nicht einfach über den Plugin Manager installiert werden, sondern muss per FTP in den Ordner der Shopware Installation geladen werden.
Zunächst einmal müssen wir die Zip Datei hierfür auf unserem Rechner entpacken. Dann haben wir einen Ordner der Backend heißt und darin befindet sich der SimklThemeSettingExport Ordner.

Den laden wir als ganzes in folgenden Ordner unseres Shopware 5 Systems: /engine/Shopware/Plugins/Community/Backend/ –
Anschließend gehen wir dann in den Plugin-Manager um das Plugin zu installieren und zu aktivieren. Hier sehen wir das Plugin ganz unten in der Liste der Deinstallierten Plugins.

Screenshot

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8. Export & Import in der Praxis

Ist das Plugin installiert und aktiviert, sowie der cache gelöscht und das Shop-Backend neu geladen worden steht einem die Funktion zur Verfügung. Wo? ganz einfach: Man öffnet zunächst einmal wieder das Fenster für die Theme Konfiguration. Dann bewegt man seinen Blick in die linke untere Ecke des Konfigurations-Fensters und entdeckt diesen wunderschönen Button hier:

Screenshot

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9. Quellen und weiterführende Links