Lesezeit: 3 Min · getestet auf Shopware 6.7.x

Kurz erklärt: PayPal hat sich in Shopware grundlegend gewandelt: PayPal Plus ist abgekündigt, heute läuft alles über die PayPal Commerce Platform („PayPal Checkout“) mit komfortablem Onboarding statt manueller API-Schlüssel. Dieser Eintrag zeigt die Einrichtung und gibt einen Überblick, welche Zahlungsanbieter 2026 üblich sind.

Auf einen Blick

Plugin „PayPal“ (SwagPayPal), kostenlos von der Shopware AG
Setup Einstellungen → Erweiterungen → PayPal → Onboarding („Mit PayPal verbinden“)
Abgekündigt PayPal Plus → ersetzt durch PayPal Checkout / Commerce Platform
Getestet auf Shopware 6.7.x

PayPal einrichten (Onboarding)

Das Plugin PayPal aus dem Store installieren und aktivieren (siehe Erweiterungen verwalten), dann Einstellungen → Erweiterungen → PayPal öffnen. Statt API-Schlüssel von Hand einzutragen, klickst du „Mit PayPal verbinden“ – nach dem Login bei PayPal werden die Zugangsdaten automatisch übernommen. Der Onboarding-Status zeigt anschließend Onboarding erforderlich, Authorized, Limited oder Blocked. Manuelle API-Credentials (Client-ID/Secret, Live-Schalter) bleiben als Alternative möglich.

Was PayPal heute alles kann

Die Commerce Platform bündelt mehrere Bezahlwege in einem Plugin: Express Checkout (Buy-Button auf Listing/Detail/Warenkorb), Apple Pay, Google Pay, Pay Later / Ratenzahlung, Kreditkarte und Rechnungskauf. Du musst also nicht mehrere Plugins kombinieren, um diese Optionen anzubieten.

Zahlungsanbieter 2026 im Überblick

Gebühren sind Richtwerte und hängen stark von Vertrag, Land und Volumen ab – bitte vor Auswahl konkret prüfen.

Anbieter Stärke Gebühren (Richtwert)
PayPal Höchste Markenbekanntheit, „Hygienefaktor“ ca. 1,5–3,5 %
Mollie All-in-one, schnelles Setup, keine Fixkosten; Wero seit Nov 2025 niedrig, je Methode
Stripe Starke API, Entwickler-Liebling ca. 1,5 % + 0,25 €
Klarna Rechnung & Ratenkauf (oft als Ergänzung) variiert
Unzer / PAYONE / Adyen Für größere/High-Volume-Shops vertragsabhängig

Welcher Anbieter für wen

  • Einfacher Einstieg: Mollie als All-in-one – viele Methoden, keine Monats-/Fixkosten, schnell eingerichtet.
  • Reichweite/Vertrauen: PayPal gehört praktisch dazu (viele Kunden erwarten es) – oft als Ergänzung.
  • Technik/Flexibilität: Stripe für Shops mit Entwickler-Ressourcen und individuellen Anforderungen.
  • Rechnung/Raten: Klarna als Zusatz, wenn diese Zahlarten nachgefragt werden.

Aus der Praxis

  • PayPal Plus ist tot: Anleitungen, die noch PayPal Plus oder manuelle Schlüssel als Hauptweg beschreiben, sind veraltet – heute ist das Onboarding der Standardweg.
  • Onboarding-Status beachten: Steht er auf Limited oder Blocked, ist das ein PayPal-Konto-Thema, kein Shopware-Fehler.
  • Nicht überladen: Drei bis vier sinnvolle Zahlarten reichen meist – zu viele Optionen erhöhen die Abbruchrate eher.
  • Gebühren wirklich vergleichen: Listenpreise sind verhandelbar; ab gewissem Volumen lohnt das Gespräch mit dem Anbieter.

Was sich seit Shopware 6.1/6.2 geändert hat

PayPal Plus → PayPal Checkout/Commerce Platform mit Onboarding-Flow ist die größte Änderung. Mollie und Stripe sind deutlich prominenter geworden, Wero kam Ende 2025 dazu. In 6.7 wurde das PayPal-Plugin auf die neue Payment-Handler-Architektur umgestellt.

Häufige Fragen

Brauche ich noch PayPal-API-Schlüssel? Nein – der Onboarding-Button übernimmt die Zugangsdaten automatisch (manuell geht aber weiterhin).

Kann ich Apple Pay / Google Pay über PayPal anbieten? Ja – beides ist Teil der PayPal Commerce Platform, kein Extra-Plugin nötig.

Welche aktuelle PayPal-Plugin-Version brauche ich? Immer die zu deiner Shopware-Version passende aus dem Store; die exakte Versionsnummer am besten direkt im Store/Account prüfen.

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Quellen

Teil des Konfigurations-Kurses · erstellt von great2gether · getestet auf Shopware 6.7.x.