Lesezeit: 3 Min · getestet auf Shopware 6.7.x
Kurz erklärt: Tracking in Shopware ist 2026 ein anderes Thema als 2022: Universal Analytics ist tot, es zählt nur noch GA4 – und das DSGVO-konform, also nur nach Einwilligung. Shopware bringt eine native GA4-Anbindung mit, für vollwertiges E-Commerce-Tracking nutzt man den Google Tag Manager. Hinweis: Dieser Eintrag ist eine technische Anleitung, kein Rechtsrat – die datenschutzkonforme Ausgestaltung gehört im Zweifel in fachkundige Hände.
Auf einen Blick
| Nativ (einfach) | Verkaufskanal → Reiter Analytics → GA4-Tracking-ID (G-XXXX) |
| Erweitert | GA4 via Google Tag Manager (Extension), Consent-gesteuert |
| Pflicht | Google Consent Mode v2 (nativ seit 6.6) |
| Tot | Universal Analytics (UA) – seit Juli 2023 |
| Getestet auf | Shopware 6.7.x |
Native GA4-Anbindung
Der einfachste Weg ohne Extension: den Verkaufskanal öffnen → Reiter Analytics → die GA4-Tracking-ID (Format G-XXXXXXX) eintragen. Das deckt Standard-Events ab und greift automatisch in Shopwares nativen Cookie-Consent: Das Tracking lädt erst, nachdem der Besucher den Statistik-Cookies zugestimmt hat.

Google Consent Mode v2
Seit Shopware 6.6 ist Consent Mode v2 nativ integriert – in 6.7 Standard. Er ist seit März 2024 faktisch Pflicht, wenn Werbedaten an Google fließen. Shopwares Cookie-Banner nutzt heute Toggle-Schalter (statt Checkboxen), und die Einwilligung wird pro Sprache gespeichert. Tracking-Skripte feuern erst beim Consent-Status „Statistik“/„Marketing“.

Erweitertes Tracking via Google Tag Manager
Für echtes E-Commerce-Tracking (Warenkorb, Checkout-Funnel, Kauf) bindet man GA4 über den Google Tag Manager ein – per Store-Extension (z. B. von verschiedenen Anbietern). Die GTM-Trigger feuern ebenfalls nur bei passendem Consent-Status. So lässt sich ein Enhanced-Ecommerce-DataLayer mit Events wie add_to_cart, begin_checkout und purchase abbilden. Auch ein Meta-Pixel oder weitere Pixel laufen über GTM – immer Consent-gesteuert. (GTM-Extensions sind teils kostenpflichtige Drittanbieter-Erweiterungen.)
Aus der Praxis
- UA-Anleitungen sind wertlos: Alles mit
UA-XXXXXXoder analytics.js ist tot – nur noch GA4 (G-…). - Ohne Consent kein Tracking: In der EU müssen Statistik-/Marketing-Skripte hinter der Einwilligung liegen – Consent Mode v2 sauber einrichten.
- Native Anbindung = Basis, GTM = Tiefe: Für Funnel-/Conversion-Analysen reicht die native Variante nicht; dafür GTM.
- Testen im Consent-State: Tracking erst nach Zustimmung prüfen – sonst sieht man fälschlich „es feuert nichts“.
Was sich seit Shopware 6.1/6.2 geändert hat
Komplett neues Paradigma: UA → GA4, neuer Consent Mode v2 (nativ ab 6.6), Cookie-Banner mit Toggles und Consent pro Sprache (6.7.7.0), erweiterte native GA4-E-Commerce-Events. Ein 2022er-Tracking-Setup ist heute fachlich und rechtlich überholt.
Häufige Fragen
Reicht die native GA4-Anbindung? Für Standard-Seitenaufrufe ja; für Warenkorb-/Checkout-Tracking braucht es GTM.
Brauche ich Consent Mode v2? Ja, wenn Werbedaten an Google gehen – in 6.7 ist er nativ vorhanden.
Wie binde ich ein Meta-Pixel ein? Über den Google Tag Manager, Consent-gesteuert.
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Quellen
Teil des Konfigurations-Kurses · erstellt von great2gether · getestet auf Shopware 6.7.x. Kein Rechtsrat.